1770 Chur-Mayntzischer Land- und Schreib-Calender 4° N.N. Mainz
Auf dem Titelblatt wird zusätzlich angegeben, daß der Kalender „nebst der Anzeige, der, in der Stadt und auf dem Lande gewöhnlichen Andachten Auch Oekonomische und jedem Stande nützliche Anmerkungen enthält.“ Da ab diesem Kalender für 1770 zudem die astrologischen Angaben fehlen, setzt mit diesem Jahrgang der Reformkalender der Mainzer Reihe ein. Statt eines Prognostikums bringt der Kalender „Die Lehre von einem vorzüglich guten Dung zu allen Erdgewächsen [...]“ (5 Seiten) und andere nützliche Texte.
Der Schreiber notierte neben den regelmäßigen Geldausgaben (z. B. für Baulohn und andere Kosten beim Bau seines Hauses) auch unregelmäßig die Witterung, meistens bei extremen Erscheinungen oder erstmaligem Auftreten, z. B. im Januar 1761: „den 9ten Jan. hat es diesen winter das erstemahl gefrohren“; oder im November 1770: „den 17ten Nov. hat es ohne vorher ein mahl gereiffed gefrohren zu haben morgends frühe vor tag einen dicken schnee geworffen, Zwey tage vorher aber ohne unterlaß geregnet.“